Meine Poesie

Bedingungslos sein
Bedingungslos mit sich selbst sein ist eines der heiligsten Themen auf dem Weg der inneren Heilung — es ist die Rückkehr in pure Selbstliebe, jenseits von Bewertung, Erwartung und Mangel.
Bedingungslos mit mir selbst sein...
Ich atme – und erinnere mich.
Ich bin nicht hier, um perfekt zu sein.
Ich bin hier, um ganz zu sein.
Bedingungslos mit mir zu sein heisst, mich zu umarmen,
auch dann, wenn ich mich nicht verstehe.
Heisst, mich zu halten,
wenn das Leben in mir stürmt.
Es ist die Kunst, nicht gegen mich zu kämpfen,
sondern mich zu schätzen – in allen meinen Farben.
In meiner Klarheit
und in meiner Verwirrung.
In meiner Stärke und in meiner Zerbrechlichkeit.
Im Licht und im Schatten.
Ich darf alles sein.
Ich darf fühlen, fallen, wachsen, ruhen.
Bedingungslos mit mir selbst zu sein bedeutet, den Widerstand aufzugeben und in die Sanftheit zurückzukehren.
Komm, lass uns alte Masstäbe loslassen, die sagen, du müsstest besser, stärker, heiliger, ruhiger sein.
Du bist jetzt schon ganz.
In jedem Atemzug.
In jeder Träne.
In jedem Lächeln.
Wenn du dich in all deinen Facetten erlaubst –
ohne zu verurteilen,
ohne zu fliehen –
öffnet sich ein Frieden,
der tiefer ist als jedes Verständnis.
Denn das Leben liebt dich, nicht für das, was du tust,
sondern für das, was du bist.
Also halte dich heute sanft.
Schau dir selbst mit weichen Augen entgegen.
Und flüstere dir zu:
Ich bin hier.
Ich bleibe.
Ich liebe mich –
in allem, was ich bin.
Das ist bedingungslos.
Das ist Freiheit.
Das bist du.
Ich bin da, um mit dir deine Bedingungslosigkeit zu entdecken.

Sturm
Wenn der Sturm sich legt
Der Wind wurde leiser.
Der Sturm hat sich gelegt.
Zurück bleibt eine tiefe Stille,
die nach Frieden riecht.
Ich schaue zu den Bäumen... denn sie sind meine Lehrer.
Wie sie sich im Sturm bewegen, sich biegen, tanzen,
niemals gegen den Wind,
sondern mit ihm.
Ihre Äste singen vom Loslassen, ihre Wurzeln flüstern vom Vertrauen. Keine Angst vor dem Chaos, kein Widerstand gegen das, was ist.
Sie wissen, dass auch der heftigste Wind nicht ewig bläst.
Dass Standfestigkeit nicht bedeutet, starr zu sein,
sondern sich zu bewegen aus der Sicherheit tiefer Verwurzelung.
Ich nehme sie mir zum Vorbild.
Auch ich darf mich biegen, wenn das Leben tobt.
Darf mit dem Sturm tanzen, statt mich ihm entgegenzustellen.
Denn wahre Stärke ist nicht Härte, sondern Vertrauen.
Und so stehe ich da, verwurzelt in meinem Sein, berührt vom Leben, vom Wind getauft.
Geliebte Seele, vertraue dem Boden, der dich trägt und dem Himmel, der dich nährt.
Nimm sie dir zum Vorbild.
Auch du darfst dich beugen, darfst mit dem Leben tanzen,
wenn es wild wird.
Du musst den Sturm nicht kontrollieren, nur dich selbst im Auge behalten, ruhig, atmend, verbunden, bedingungslos.
Wenn du vertraust, dass auch das Chaos seinen Sinn trägt, wirst du dich wieder aufrichten: weiser, sanfter, wahrhaftiger als zuvor.
Denn jede Böe, die dich erschüttert,
will dich nicht zerstören, sondern dich an deine Wurzeln erinnern.
Atme.
Fühle den Frieden,
der nach dem Sturm kommt.
Du bist gehalten, getragen, verwurzelt im Leben selbst.
Lass uns gemeinsam im Sturm tanzen.

Schneckenhaus
Wenn das Schneckenhaus zerbricht...
Mein altes Schneckenhaus beginnt zu zerbrechen.
Risse zeigen sich, die Mauern halten mich nicht mehr.
Denn es gibt keinen Platz mehr für die Grösse, in die ich hineinwachse.
Lange war dieses Haus Schutz und Heimat, ein sicherer Ort,
ein Mantel, der mich hütete.
Doch nun ist er zu eng geworden - nicht weil er falsch war, sondern weil ich gewachsen bin.
Und so breche ich hinaus.
Schicht um Schicht, befreit aus den Begrenzungen der Vergangenheit.
Ich trete hervor in mein eigenes Licht, mit der Demut, die Wurzeln ehrt und dem Mut, die Flügel zu entfalten.
Ich bin mehr als Schutz,
mehr als Hülle, mehr als die Formen, die mich einst hielten.
Und so gehe ich weiter –
nackt, verletzlich, echt –
hinein in die Unendlichkeit meines Seins.
Das Leben trägt mich.
Das Licht ruft mich.
Und ich folge.
Vielleicht spürst auch du, dass dein altes Schneckenhaus zu klein geworden ist. Dass die Mauern, die dich einst schützten, dich nun eher zurückhalten.
Dass du in dir selbst grösser bist, als die Form, die dich umgibt.
Es ist ein heiliger Moment,
wenn du merkst: Da wartet mehr auf mich.
Mehr Weite. Mehr Freiheit. Mehr Leben.
Hab den Mut, dein altes Häuschen hinter dir zu lassen.
Es hat dir gedient, es hat dich bewahrt, doch jetzt darfst du hinaus. In deine wahre Grösse.
In dein eigenes Licht.
Ja, es fühlt sich verletzlich an,
nackt und ohne die alten Wände zu gehen.
Doch genau in dieser Verletzlichkeit liegt deine grösste Stärke.
Vertraue:
Das Leben trägt dich.
Deine Seele kennt den Weg.
Und hinter jeder zerbrochenen Hülle wartet die Weite,
in der du frei atmen, lieben und leuchten darfst.
Ich bin da, um dich darin zu begleiten.
Das Gefühl nicht zu reichen
Es gibt Momente, in denen sich ein Schatten auf das Herz legt, ein leiser Gedanke flüstert:
„Ich bin nicht genug.
Ich reiche nicht.“
Doch dieser Gedanke ist nicht dein Wesen.
Er ist ein alter Schleier, gewebt aus Erwartungen,
Vergleichen und Stimmen, die nicht aus deiner Wahrheit stammen.
In Wirklichkeit bist du vollkommen. Echt, lebendig und einzigartig.
Dein Wert hängt nicht an deiner Leistung, nicht an dem, was du gibst oder tust, sondern an dem, was du bist:
ein Funke der Liebe,
ein Teil des grossen Ganzen.
Das Leben selbst hat dich gewollt, genau so wie du bist.
Dein Atem, dein Herzschlag, dein Lächeln, deine Tränen –
alles an dir ist richtig.
Wenn du glaubst, nicht zu reichen, dann halte inne,
atme tief und erinnere dich:
Diese Erde braucht dich nicht kleiner, sie braucht dich genau so, wie du im Innersten bist.
In deiner Unvollkommenheit liegt deine Schönheit.
In deinem Sein liegt dein Geschenk.
Du reichst – weil du bist.
Immer wenn du einer Kastanie begegnest, lass sie deine Lehrerin sein, welche dir zuflüstert:
"Ich habe genug.
Ich bin genug.
Ich bin satt.
Und rund.
Glatt, Braun und ganz einfach schön. Die Kastanie ist vollendet in ihrer Einfachheit und doch enthält sie den kompletten Bauplan eines Baumes, in dessen Schatten wir sitzen, um dessen Rund wir tanzen können.
Es ist alles da, alles angelegt zur Entfaltung, geschützt in einer makellosen Hülle.
Lass uns alles ablegen... Bis wir pur sind, frei von allen Rollen, Mustern, Anhaftungen und vor allem frei von der Idee, irgendwie „mehr“ sein zu müssen.
Lass mich dich in deinem Kastaniendasein begleiten.

Weitere Poesie
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